Nebenprodukte sind keine Nebensache

Produkte aus Steinkohlekraftwerken für eine nachhaltige Umwelt

Durch die Energieerzeugung mit Steinkohle entstehen neben Strom oder Heizwärme zahlreiche Nebenprodukte, die als wertvolle Sekundärrohstoffe im Wirtschaftskreislauf genutzt werden. Diese Produkte wie Flugasche, Schmelzkammergranulat, Kesselsand oder REA-Gips stellen für die Industrie wertvolle Baustoffe dar. Sie finden Einsatz in der Zement- und Betonindustrie, dem Erd- und Straßenbau oder dem Garten- und Landschaftsbau.

Natürliche Ressourcen werden immer knapper. Der Einsatz von Kraftwerksnebenprodukten schont diese natürlichen Ressourcen. Bei der Herstellung und Verarbeitung von Baustoffen wird zudem Energie gespart, da diese Produkte oft ohne Aufbereitung in der Bauwirtschaft verwendet werden können. Auch wenn die aktuelle Debatte zum Klimaschutz und zum Ausstieg aus der Kohleverstromung zur Abschaltung erster Steinkohlekraftwerke führt, werden noch bis in die 2030er Jahre hinein Nebenprodukte verfügbar sein.

Diese Entwicklung wird dazu führen, dass mineralische Nebenprodukte aus Kraftwerken künftig nicht mehr in der gewohnten und gewünschten Menge eingesetzt werden können. Die Verfügbarkeit von Steinkohlenflugasche, Kesselsand oder REA-Gips wird zurück gehen. Ein Grund mehr, diese wertvollen Zusatzstoffe künftig und konsequent nur noch dort einzusetzen, wo sie ihre optimale Wirkung entfalten können.

Die Nutzung dieser Sekundärrohstoffe ist damit ein wichtiger Beitrag für den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen. Der Umbau unserer Energieerzeugung von der Atomkraft und den konventionellen Kraftwerken hin zu den erneuerbaren Energien ist ein richtiger Weg beim Klimaschutz. Allerdings muss er planbar und sozialverträglich sein, eine Versorgungssicherheit und Preisstabilität bei den Energiekosten erfüllen.

Nachdem Ausstieg aus der Kernkraft 2022 und einem zügigeren Rückbau der älteren Braunkohlekraftwerke mit höherem CO2-Ausstoß muss der Energiebedarf weiterhin sichergestellt bleiben: unabhängig von Wind und Wetter und 24 Stunden am Tag. Dafür sind als Brückentechnologie noch über einen längeren Zeitraum fossile Energieträger wie etwa Erdgas oder auch effizientere Steinkohlekraftwerke erforderlich.

Dies wurde in der aktuellen BDI Studie „Klimapfade für Deutschland 2050“ gerade bestätigt. bdi.eu/publikation/news/klimapfade-fuer-deutschland/

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