17.05.2019

Flugasche – Produktqualität auf höchstem Niveau

Neues WIN-Merkblatt „Qualitätssicherung“ veröffentlicht

Flugasche entsteht in Steinkohlekraftwerken aus dem unbrennbaren Nebengestein der Kohle. Während der Kohlenstoff verbrennt, schmilzt das ebenfalls staubfein gemahlene Nebengestein, bevor es mit den heißen Rauchgasen aus dem Kessel über Rohrleitungen abgeführt wird. Im weiteren Transport kühlen sich die Rauchgase ab, die mittransportierten „Gesteinstropfen“ erstarren zu winzigen Kugeln. In den Elektrofiltern wird die Flugasche dann aus dem Luftstrom abgeschieden, gesammelt und über separate Rohrleitungen bis in ein Lagersilo weiter transportiert. In diesem komplexen Herstellungsprozess wird nichts dem Zufall überlassen.

Ein mehrstufiges, auf nationalem und europäischem Regelwerk basierendes Qualitätsmanagementsystem gewährleistet, dass Flugasche aus Baustoffsicht und im Blicke der Umweltverträglichkeit ein hochwertiger Betonzusatzstoff bleibt, der heute einen bedeutenden Marktanteil hat.

Zur Qualitätssicherung wird bereits die verwendete Steinkohle untersucht. Eine produktionsbegleitende Prüfung und die Qualitätsüberwachung der ausgelieferten Ware (Eigenüberwachung) sowie eine Fremdüberwachung durch Kontrollprüfungen von externen Überwachungsstellen runden das lückenlos umfassende QM-System ab.

Die Anforderungen an die Eigenschaften und Zusammensetzung von Beton sind in der DIN 1045-2 festgelegt, die in Deutschland in Verbindung mit der DIN EN 206-1 gilt. Darin werden auch die Anwendung von Flugasche als Betonzusatzstoff geregelt, wie z. B. die Anrechnung auf den Zementgehalt.

Die Anforderungen an Flugasche als Betonzusatzstoff definiert die harmonisierte EU-Norm DIN EN 450-1, das zugehörige Qualitätssicherungsprocedere wird in der DIN EN 450-2 geregelt. Der nationale Nachweis der Umweltverträglichkeit erfolgt mit einer allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung (abZ) vom Deutschen Institut für Bautechnik. Diese abZ sind bis 2020 gültig und werden darüber hinaus bis auf weiteres als Stand der Technik und freiwillige Herstellererklärung anerkannt.

Das neue WIN-Merkblatt „Qualitätssicherung Flugasche“ kann kostenlos abgerufen werden: https://www.win-ev.org/qualitaet-technik/merkblaetter

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Wirtschaftsverbandes Mineralische Nebenprodukte e.V.

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