09.04.2020

Nachweis der Umweltverträglichkeit von Flugasche und Kesselsand

Umsetzung der Anforderungen aus der MVV TB (und ABuG) nach April 2020

Der Nachweis der Umweltverträglichkeit von Flugasche in Beton erfolgt derzeit über allgemeine bauaufsichtliche Zulassungen (abZ) des Deutschen Institutes für Bautechnik (DIBt). Diese Zulassungen laufen im April 2020 aus, da für Bauprodukte nach harmonisierten europäischen Produktnormen wie z.B. Flugasche für Beton (DIN EN 450-1) oder Kesselsand als leichte Gesteinskörnung (DIN EN 13055-1) keine zusätzlichen nationalen Anforderungen an die Produkte gestellt werden dürfen. Die Anforderungen zur Umweltverträglichkeit an Bauteile aus Beton sind nun in der Muster-Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen (MVV TB) geregelt.

Zur Umsetzung der Anforderungen wurde eine Richtlinie des Deutschen Ausschuss für Stahlbeton (DAfStb) zur „Verwendung von siliziumreicher Flugasche und Kesselsand in Betonbauteilen in Kontakt mit Boden, Grundwasser oder Niederschlag“ erarbeitet. Die Richtlinie befindet sich derzeit im Notifizierungsprozess bei der Europäischen Kommission. Eine Aufnahme in die MVV TB ist beim DIBt beantragt.

Die Umweltverträglichkeit für die Anwendung von Flugasche und Kesselsand in Beton in Deutschland nach MVV TB (Kapitel A 3, Abschnitt A 3.2) wird in der Leistungserklärung und auf dem Lieferschein zusätzlich zum CE-Zeichen wie folgt erklärt:

Anforderungen für die Verwendung in Deutschland gemäß Muster-Verwaltungsvorschrift
Technische Baubestimmungen (MVV TB), Lfd. Nr. A 3.2.3 und DAfStb (Umwelt-) Richtlinie erfüllt.

Mit dem Verweis auf die (Umwelt-) Richtlinie des DAfStb erklären die Hersteller und WIN-Mitglieder die Durchführung der damit verbundenen Eigen- und Fremdüberwachung sowie die Einhaltung der Anforderungen an die Umweltverträglichkeit.

In der Übergangszeit wird der Nachweis zur Umweltverträglichkeit wie bisher gemäß den Anforderungen der abgelaufenen allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen und mit bisheriger Deklaration erbracht. Dieses Verfahren wurde durch die Bauministerkonferenz bestätigt. Der rechtskonforme Einsatz von Flugasche als Betonzusatzstoff und Kesselsand als leichte Gesteinskörnung in Beton ist somit weiterhin gewährleistet.

Der vollständige Pressemeldung kann hier heruntergeladen werden.

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