17.03.2020

Sichtbeton und Infraleichtbeton mit Flugasche

Neuer Anwendungsbericht zum Einsatz von Flugasche im Wohnungsbau

Sichtbeton ist heute aktueller denn je. Voraussetzungen für die breite Akzeptanz sind dabei die gestalterischen Fähigkeiten der Planer, die richtige Betonzusammensetzung und die sorgfältige Bauausführung. Die hohen Anforderungen zum Energiesparen lassen sich meist nur mit einer extra hergestellten Wärmedämmung erfüllen. Infraleichtbeton mit seinen hervorragenden Wärmedämmeigenschaften und seiner dennoch hohen Tragfähigkeit bietet dem Architekten die Möglichkeit, Außenwände monolithisch aus Beton zu erstellen – sogar in Sichtbetonqualität.

Dabei müssen Rissbildungen infolge der hohen Bindemittelgehalte und eine hohe Hydratationswärmeentwicklung betontechnologisch vermieden werden. Erfahrungen zeigen, dass dies durch den Einsatz von Flugasche sicher gelingt. Der neue Anwendungsbericht beschreibt die hohen Anforderungen an Sichtbeton als Ausdruck von Konstruktion und Baustoff. „Dabei zeigen wir auf, wie mit Flugasche als Betonzusatzstoff in der heutigen Betontechnologie zuverlässige Lösungen angeboten werden können“ erklärt Thomas Kaczmarek, Geschäftsführer des WIN eV, bei Vorlage des neuen Anwendungsberichtes in Düsseldorf.

„Alle Maßnahmen zur Energieeinsparung und damit CO2-Reduzierung im Wohnungsbau sind aus Gründen des verbesserten Klimaschutzes zu begrüßen“, so Kaczmarek. „Wir zeigen in der neuen Dokumentation dazu vier aktuelle Beispiele im Wohnungsbau“. Leichtbeton und Infraleichtbeton tragen dazu bei, die bauphysikalischen Eigenschaften des Betons hinsichtlich der Wärmedämmung zu verbessern.

Durch die lange Lebensdauer eines Betongebäudes werden zudem aufwendige Instandsetzungszyklen vermieden. Hinzu komme, dass der nachhaltige Einsatz von Flugasche mit ihren sehr geringen Umweltparametern genauso zur Ressourceneffizienz beitrage, wie sie helfe, die Ökobilanz von Beton per se zu verbessern. Als Nachweis dazu wird auf die öffentlichen Plattform ÖKOBAUDAT der Bundesregierung verwiesen, die unter www.oekobaudat.de bereits viele Daten kostenfrei bereitstellt. Mit dieser Datenbank liegt eine vereinheitlichte Datenbasis für die Ökobilanzierung von Bauwerken vor. „Die Daten unterliegen strengen Qualitätsmerkmalen und können in den unterschiedlichen Gebäudebewertungssystemen eingesetzt werden,“ erläutert Kaczmarek. Dabei werde transparent, dass sämtliche umweltrelevanten Auswirkungen des Kraftwerkbetriebs der Strom- und Wärmegewinnung zugeschlagen werden, der Flugasche lediglich sehr geringe Werte für die Zwischenlagerung im Silo oder Werkstransporte. Die Systemgrenze bildet das fertige Produkt am Werkstor (Ansatz: „Cradle-to-Gate“).

Der Anwendungsbericht kann auf der WIN-Website kostenlos heruntergeladen werden.

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Wirtschaftsverbandes Mineralische Nebenprodukte e.V.

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